Die Geschichte des Korrekturlesens

Wenn du hier auf unserem Blogpost gelandet bist, ist dir sicherlich schon bewusst, wie wichtig das Korrekturlesen für deine Textqualität ist – ganz besonders dann, wenn du deine Bachelorarbeit oder deine Masterarbeit in einer Fremdsprache, z.B. auf Englisch schreibst.

Korrekturlesen verleiht deiner Bachelor- oder Master-„Torte“ der letzte Schliff

Als Korrekturlesedienst für englische Texte verbringen wir viel Zeit mit dem Korrekturlesen von Bachelorarbeiten und Masterarbeiten auf Englisch und können die Bedeutung von muttersprachlichen Korrekturleser*innen nicht oft genug betonen. Das Korrekturlesen deiner Bachelorarbeit oder Masterarbeit ist wie der letzte Schliff auf einer Torte, für die du dich in den letzten Wochen und Monaten ziemlich ins Zeug gelegt hast. So wie der Zuckerguss alle Risse und Fehler im Kuchen verdeckt und ihn auf ein ganz neues Niveau hebt, so poliert und perfektioniert das Korrekturlesen von professionellen Korrekturleser*innen und Lektor*innen deine englische Bachelorarbeit oder Masterarbeit.

Der letzte Schritt: Korrekturlesen

Das Korrekturlesen ist also der letzte, für viele Menschen als mühsam empfundener Schritt eines jeden Schreibprozesses – auch wenn du dich gegen einen professionellen Korrekturlesedienst entscheidest. Beim Korrekturlesen prüfst du, ein*e Freund*in oder ein*e professionelle*r Korrekturleser*in im Wesentlichen auf Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehler, die identifiziert und korrigiert werden. Gutes Korrekturlesen erkennst du daran, dass die allgemeine Lesbarkeit und der Stil deiner Bachelorarbeit oder Masterarbeit glatt und verbessert zu sein scheinen.

Korrekturlesen vs. Lektorat

Bevor es zur Geschichte des Korrekturlesens geht: hast du dich schon mal gefragt, was der Unterschied zwischen Korrekturlesen und Lektorat ist? Das Korrekturlesen verleiht deiner Bachelorarbeit oder Masterarbeit einen eher groben Schliff. Du kannst dir sicher sein, dass die Abgabe keine Vollblamage wird und offensichtliche Fehler und Unklarheiten beseitigt wurden. Das Lektorat verlangt von professionellen Lektor*innen viel mehr zeitlichen Aufwand, Geschick und Professionalität ab, da es zusätzlich zum das Ändern und Korrigieren von Inhalt und Syntax geht. Das sollte zum Unterschied zwischen Korrekturlesen und Lektorat erstmal reichen – vielleicht also eine Geschichte für einen anderen Blog!

Auf geht’s in die Vergangenheit des Korrekturlesens

Die ersten uns bekannten Formen des Korrekturlesens unterscheiden sich stark von den Methoden, die wir heute anwenden, und reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück! Vielleicht aber auch gar nicht überraschend, dass das Korrekturlesen ungefähr so alt ist wie der Buchdruck selbst. Im Jahr 1439 n. Chr. revolutionierte Johannes Gutenberg den Buchdruck, indem er in Straßburg den ersten beweglichen Drucker erfand. Plötzlich konnte man Bücher schnell, günstig und massenhaft produzieren. Durch einen Vertrag aus dem Jahr 1499 n. Chr. liegt die Verantwortung für das Korrekturlesen beim Autor.

Die Komplexität des Korrekturlesens

Korrekturlesen ist sehr viel aufwändiger und komplexer als eine einfache Rechtschreib- oder Grammatikprüfung. Es beinhaltet die Formulierung von Formatvorlagen, die für jeden zu bearbeitenden Text individuell sein können. In unserem Blogbeitrag zum Thema Schreibstile gehen wir näher darauf ein, wie unterschiedlich die Anforderungen an das Korrekturlesen verschiedener Texte sind. Zusätzlich gibt es zahlreiche Methoden, die zum Korrekturlesen englischer Texte eingesetzt werden können. 

Zwei Methoden des Korrekturlesens

Im Folgenden haben wir zwei verschiedenen Methoden des Korrekturlesens aufgelistet, damit du ein besseres Verständnis bekommst:

–          Copy Holding oder Copy Reading: in der Regel sind in diese Methode zwei Korrekturleser*innen bzw. Lektor*innen involviert. Die erste Person liest den Text buchstäblich so vor, wie er erscheint, und zwar in einem gleichmäßigen Tempo. Der*die zweite Korrekturleser*in folgt dem Text und markiert auch Abweichungen zwischen dem Gelesenen und dem Schriftsatz. Diese Methode ist vor allem bei Standardtexten nützlich, bei denen man dazu neigt, scheinbar kleine Fehler zu übersehen. Das doppelte Lesen ist dem Copy Holding insofern ähnlich, als dass die Verantwortung für die Korrektur von zwei Personen geteilt wird. Es ist im Wesentlichen der*die erste Korrekturleser*in, der*die die traditionelle Methode anwendet und den Text dann an die zweite Person weitergibt, die dasselbe tut.

–          Scannen: wie der Name schon sagt, wird das Scannen zum Korrekturlesen verwendet, ohne dass der Text genau Wort für Wort gelesen wird. Es hat erst in den letzten Jahren mit den Fortschritten in der Technologie an Popularität gewonnen und ist jetzt mit der Computerisierung des Schriftsatzes und der Popularisierung der Textverarbeitung üblich. Während etablierte Verlage in der Regel ihre eigenen proprietären Satzsysteme bevorzugen, nutzt der Durchschnittskunde am Ende kommerzielle Programme wie Word.

Korrekturlesen heute: Softwares vereinfachen das Leben, aber haben ihre Grenzen

Im Internet wimmelt es von kostenlosen Rechtschreibkorrekturen und Softwares, die deine Bachelorarbeit oder Masterarbeit automatisch bearbeiten und vermeintlich korrekturlesen. Das macht viele Dinge einfacher – für dich und auch für professionelle Korrekturleser*innen, die ihre Zeit (und deinen Geldbeutel) nicht für das Korrigieren von offensichtlicher Groß- und Kleinschreibung vergeuden müssen. Besonders für Studierende sind diese Korrekturlese-Softwares verlockend, da die Benutzung günstiger ist, als die eigene Arbeit einem professionellen Korrekturlesedienst mit echten Korrekturleser*innen und Lektor*innen anzuvertrauen. Allerdings übernehmen die meisten dieser Softwares am Ende nicht mehr als 10 % des erforderlichen Korrekturlesens und stellen daher keine wirkliche Konkurrenz zu professionellen Korrekturlesediensten dar. Das weiß jeder, der*die sich mit dem Thema Lektorat und Korrekturlesen von Bachelorarbeiten und Masterarbeiten auf Englisch auseinandergesetzt hat.

Professionelle Korrekturleser*innen durch Technologie ersetzt? Von wegen!

Wer also glaubt, dass professionelle Korrekturleser*innen und Lektor*innen heute nicht mehr so nützlich sind, wie sie es einmal waren, der irrt sich gewaltig. Es gibt zu viele Arten von Fehlern, und egal wie sehr Word darauf besteht, dass deine Bachelorarbeit oder Masterarbeit korrigiert ist – das ist sie höchstwahrscheinlich nicht. Interpunktionsfehler, falsch verwendete Wörter, sich wiederholende Wörter und fehlende Wörter sind nur einige der vielen häufigen Fehler, die auf solchen Online-Plattformen unbemerkt bleiben. In einem anderen Blockbeitrag klären wir als professioneller Korrekturlesedienst, der Lektorat in Deutschland anbietet, übrigens wir über typische und häufige Fehler im Englischen auf, schau‘ doch mal rein!

Professionelle muttersprachliche Korrekturleser*innen haben eine weitaus geringere Rate an Falschmeldungen als Softwareprogramme, denn Erfahrung in Echtzeit und ein menschliches Verständnis, ja ein menschliches Gefühl für grammatikalische Strukturen werden einen Algorithmus immer schlagen.

Was die Geschichte des Korrekturlesens uns lehrt

Die Geschichte des Korrekturlesens lehrt uns, dass neue Technologien uns das Leben als Korrekturleser*innen enorm vereinfacht haben. Einen großen Teil unserer Arbeit übernehmen Softwareprogramme ganz automatisch – und dafür sind wir sehr dankbar. Nichtsdestotrotz wird mehr und mehr deutlich, dass das Schreiben von und für Menschen ist und automatische Korrekturleseprogramme den*die Korrekturleser*in nicht ersetzen können – früher, heute und in Zukunft!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.